In einer Beziehung geht es um das Miteinander, um den Charakter der Personen – um wahre Liebe. Diese traditionelle Vorstellung wird, auch gegen den aufkommenden Trend der Kurzzeitbeziehungen, weiterhin aufrechterhalten und klingt für einige wie ein schönes Märchen.

In der Praxis muss die Theorie der wahren Liebe ebenfalls unangenehme und kritischen Fragen bestehen. Bei der Partnersuche gehen Menschen, egal ob Männer oder Frauen, sehr einfach vor; sie betrachten einen potentiellen Partner und schätzen diesen in Sekundenbruchteilen ein. Hier wenden Männer unterbewusst eine mathematische Formel an, um das Verhältnis von Taille und Becken zu bestimmen – so wird abgeschätzt, ob die potentielle Partnerin überhaupt in der Lage ist den Nachwuchs gesund auf die Welt zu bringen. Dieses Vorgehen hat sich in der Evolution bewährt; schließlich ist die Weitergabe erfolgreicher Erbanlagen Grundlage der Evolution.

Auch Frauen verhalten sich ähnlich und bewerten, ob ein Mann dazu im Stande ist, die eigene Familie zu ernähren und zu schützen. Zudem erkennen Menschen am Geruch – oder viel mehr Duft – eines potentiellen Partners, ob dieser genetisch passt – hier leitet sich die Floskel “einander (nicht) gut riechen können” ab.

Bevor ein Mensch den Charakter eines eventuellen Partners bewerten kann, hat dessen Unterbewusstsein längst entschieden, ob eine Partnerschaft für ihn überhaupt sinnvoll erscheint. Wahre Schönheit kommt von innen – doch das Unterbewusstsein ist vorerst sehr oberflächlich.

In der heutigen Zeit ist der Evolutionsdruck nicht mehr allzu massiv. Es gibt nur noch wenige Änderungen in der natürlichen Umgebung. Zudem führen vererbliche Krankheiten meist nicht mehr dazu, dass ein erkrankter Mensch nicht mehr in seiner Umwelt bestehen kann. Das Kennenlernen des Charakters steht heutzutage mehr denn je im Fokus.

Doch ganz lässt sich das urzeitliche Bewusstsein nicht ablegen – so schätzen Männer und Frauen ihr gegenüber weiterhin in Sekundenbruchteilen ein, bewerten und wägen ab.

Ein gut gebauter, attraktiver Mann zieht so nach wie vor magisch Blicke der Damen an – ebenso wie es Männern schwer fallen kann, den Blick von einer Frau mit attraktiven Rundungen zu lassen. Das Unterbewusstsein lässt uns, egal ob Frau oder Mann, kaum eine Wahl.

Bei der Partnersuche – so viel lässt sich festhalten – kommt es neben einer gegenseitigen Sympathie demnach ebenfalls nach wie vor auf eine gute körperliche Verfassung an. Eine gute Figur hilft bei der Partnersuche, da sie das Kennenlernen erst ermöglicht oder zumindest unterstützt.

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