Im 19. Jahrhundert hatte Sport im Deutschen Reich noch keine so hohe Bedeutung. Von 1875 bis Mitte der 1880er Jahre dominierte zunächst Rugby Football, unter den aus dem englischen Königreich übernommen Mannschaftssportarten. Am Ende der 1880er Jahre wurde dann auch neben dem Rugby der Association Fußball gespielt.

Der Beginn des Fußballspiels (Fussball Serien) in Deutschland wird auf das Jahr 1874 datiert. Diese Entwicklung vollzog sich in ganz Deutschland sehr schleppend. Die ersten Association Fußballspiele wurden im Winter 1881/82 in Berlin und Hamburg von dort anwesenden Engländern ausgetragen. Auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, in Nieder-Schöneweide und in Pankow spielten 1883 gelegentlich Deutsche und Engländer Fußball. Ende der 1880er Jahre wurden dann eine Vielzahl von Fußballvereinen in Deutschland gegründet und es nahm eine rasante Entwicklung ihren Lauf. Mit der Gründung des BFC Germania 1888 entstand am 15. April 1888 der älteste deutsche Fußballklub. Nun begannen sich die verschiedenen Vereine in vielen unterschiedlichen Verbänden zu organisieren. Es gab vor allem in der Hauptstadt Berlin eine Großzahl an parallel existierenden Fußballverbänden. 1893 folgte nach Berlin der Südwesten mit einem eigenen Verband. Dieser nannte sich Süd-Westdeutsche Fußball-Union. Nach vielen internen Streitigkeiten und der geringen Anzahl an Klubs im Süden wurde sie aber schon nach zwei Jahren wieder aufgelöst. Nachdem viele weitere Verbände entstanden, wurde am 28. Januar 1900 der Deutsche Fußballbund (DFB) als Dachverband in Leipzig gegründet.

Dieser besitzt heute 6,7 Millionen Mitglieder, welche in 177.000 Mannschaften und gut 25.000 Vereinen organisiert sind. Fußball hat innerhalb von Europa und vielen weiteren Kontinenten eine sehr große Bedeutung.

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