Wenn Menschen im Alltag hin und wieder mal etwas vergessen, wird oft gescherzt: „Du leidest ja an Alzheimer.“ Dass das gar nicht komisch ist, wissen Menschen, die mit dem Krankheitsverlauf vertraut sind. Der allmähliche geistige Verfall endet mit einem intensiven Pflegeaufwand für Verwandte oder Krankenhelfer und ist auch für den Betroffenen keineswegs angenehm.
Doch nicht jede kleine Vergesslichkeit lässt sich auf Demenz oder Alzheimer zurückführen. Häufig treten Gedächtnisstörungen in Folge von extremem Stress auf und verschwinden ganz von selbst wieder, wenn man sich im Alltag kleine Pausen gönnt und regelmäßig Gehirnjogging betreibt. Wenn man jedoch plötzlich nicht mehr weiß, in welcher Straße man wohnt oder immer wieder das Datum vergisst, so kann eine Krankheit dahinter stecken. Bei einer Gedächtnisstörung treten Vergesslichkeit, Konzentrationsmangel und Erinnerungslücken als Symptome auf.
Gedächtnisstörung als Krankheit
Wer hin und wieder einmal einen Termin oder eine Verabredung mit der Freundin vergisst, steckt wahrscheinlich gerade im Stress. Das ist nicht weiter schlimm und keineswegs als Warnzeichen zu verstehen. Treten jedoch immer öfter Probleme mit dem Gedächtnis auf, so kann es sich um krankhafte Gedächtnisstörungen handeln, die dringend behandelt werden müssen. Zu den klassischen Symptomen gehören akute Verwirrtheit, Fieber und sogar Wahnvorstellungen, aber auch Lähmungen, Sehstörungen und Empfindungsstörungen. In diesem Fall ist sofort ein Arzt zu verständigen, am besten ruft man den Notarzt! Auch nach einem Unfall inklusive Gehirnerschütterung kann es zu Gedächtnisstörungen kommen.
Wie man Gedächtnisstörungen vorbeugen und behandeln kann
Durch Untersuchungen, klärende Gespräche und intensive Beratung können vom Arzt andere Krankheiten ausgeschlossen werden. Nun kann die Therapie der Gedächtnisstörung begonnen werden. Hilfreich sind in diesem Fall meist eine Umstellung der Alltagsroutine, regelmäßiges Gehirntraining und pflanzliche Präparate, die die Durchblutung und die Gedächtnisleistung verbessern können. Interessanterweise bringen schon kleine Veränderungen im Alltag das Gehirn auf Trab. Wer beispielsweise Rechtshänder ist, sollte einmal probieren, sich mit der linken Hand die Zähne zu putzen, sich mit links zu bürsten oder mit links zu essen. Hilfreich ist es auch, die Alltagsroutine auf andere Weise zu durchbrechen. Intensives Lesen der Tageszeitung und anschließende Diskussionen mit einem Gesprächspartner fördern die Gehirnleistung ebenso wie regelmäßiges Schachspielen, Rätsellösen oder das Sprechen in einer Fremdsprache. Häufig kann man bereits nach wenigen Wochen einen deutlichen Rückgang der Gedächtnislücken und Beschwerden feststellen.
Der Körper braucht aber auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und Sauerstoff, um die Zellen des Gehirns optimal zu versorgen. Zudem sind gewisse Nahrungsergänzungsmittel mit wichtigen Vitalstoffen gesund für den Körper. Präparate mit dem Extrakt des Ginkgobaumes oder der Ginkgoblätter können dem Gehirn langfristig helfen, seine Gedächtnisleistung wieder zu verbessern. Außerdem werden die Durchblutung und die Fließleistung des Blutes verbessert, wodurch eine signifikante Verbesserung des Allgemeinzustandes hervorgerufen werden kann.
Ginkgo biloba ist rein pflanzlich und wird im asiatischen Raum bereits seit mehreren Jahrhunderten zur Steigerung der Gedächtnisleistung verwendet. Auch in Europa sind der Ginkgobaum und seine Extrakte schon seit langem bekannt. Am Markt gibt es verschiedenste Präparate mit den wertvollen Inhaltsstoffen des Ginkgos. Im Kampf gegen Altersdemenz und Gedächtnisstörungen können sie eine große Hilfe sein.
Ginkgoextrakte können außerdem bei Niedergeschlagenheit, Konzentrationsstörungen und geistigen Leistungseinbußen angewendet werden. Auch gegen Beschwerden wie Ohrensausen, Schwindel und die gefürchtete Schaufensterkrankheit wird Ginkgo häufig verordnet. Die Dosierung kommt ganz auf das jeweilige Krankheitsbild an. Auch die individuellen Bedürfnisse eines Patienten sowie die Art des Präparates müssen dabei berücksichtigt werden. Heutzutage kommen nur noch Fertigarzneimittel für eine Behandlung von Gedächtnisstörungen in Frage. In selbst gemachten Tees aus Ginkgoblättern kann die schädliche Ginkgolsäure zu Übelkeit und Erbrechen führen. Moderne Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente enthalten konzentrierte Wirkstoffe des Ginkgos, deshalb können Nebenwirkungen im Normalfall ausgeschlossen werden. Hin und wieder kann es jedoch zu Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder einem Schwindelgefühl kommen. In diesem Fall kann eine Einnahme direkt zu den Mahlzeiten helfen.