Leistungsdiagnostik im Hobbysport
Viele Menschen beginnen mit dem Ausdauersport, um an Gewicht zu verlieren und die allgemeine Fitness zu verbessern. Anfangs ist man bereits nach zwanzig Minuten Joggen müde. Doch viele merken, dass nach einigen Trainingswochen das Laufen oder Radfahren leichter fällt. Als Ansporn regelmäßig Sport zu betreiben, melden sich Ambitionierte zu einem ersten Hobbybewerb an. Ideal zum Einstieg für weibliche Läufer sind die Frauenläufe, die mittlerweile in ganz Deutschland und in mehreren österreichischen Städten angeboten werden. Hier steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. Doch so mancher Hobbysportler beginnt sich nach einiger Zeit zu fragen wie ein sinnvolles Training gestaltet werden kann. Pläne um sich auf einen fünf oder zehn Kilometer Bewerb vorzubereiten, gibt es im Internet viele. Einige davon orientieren sich als Trainingsvorgabe nach der Zeit, in der jeder Kilometer während des Trainings abgespult werden soll. Andere wiederum richten sich nach dem Puls und ermitteln dadurch die verschiedenen Tempi. Doch wie findet man seine individuellen Pulswerte heraus?
Der Laktattest
Natürlich gibt es Formeln, die die verschiedenen Pulsbereiche je nach Alter des Sportlers berechnen. Doch die Ergebnisse weichen oft so weit von den individuellen Werten ab, dass ambitionierte Läufer ihren Maximalpuls am besten austesten Hier läuft man im Intervalltraining nach gründlichem Einlaufen eine kurze Strecke so schnell man kann. Ein Blick auf die Pulsuhr zeigt, ob man zu niedrigem oder hohem Puls bei extremer Belastung tendiert. Wer es genau wissen will, vereinbart einen Termin mit einem Leistungsdiagnostiker. Dieser bestimmt mittels eines Laktattestgeräts, das im Laborbedarf Geschäft erhältlich ist, die Menge an Laktat, die sich bei bestimmten Geschwindigkeiten im Blut befinden. Dazu läuft man je nach Diagnostik vier oder mehrmals eine festgelegte Strecke in immer steigendem Tempo. Wichtig sind die Werte wann die Konzentration über zwei beziehungsweise vier mmol/Liter ansteigt. Das Grundlagentempo solle im Bereich der niedrigen Schwelle erfolgen und den Großteil des Trainings ausmachen. Die Temporeize in höherem Tempo werden nach Absprache mit dem Trainer in geringem Umfang eingebaut. Durch so strukturiertes Training kann man die Ausdauer steigern und die Gefahr für Verletzungen oder Übertraining mindern.